14. Juli 2026

Manchmal geht es so: ich blättere in einem Buch, stoße auf einen Namen, der mir sehr vertraut ist, denke: frag die KI, du bist nicht Ministerpräsident. Alle Reden, die du in deinem Lebens als Ghostwriter geschrieben hast, hast du direkt in die Schreibmaschine getippt. Jetzt sagt mir die KI, dass Isa Speder seit den 60er Jahren in der Berliner Zeitung tätig war. Deshalb sprach sie 1969 auch mit Fred Rodrian, dessen 100. Geburtstag wir heute unauffällig begehen. Aber: direkt unter den Antworten der KI stehe in meiner Suchmaschine gleich ich, denn bei mir ist der Name Isa Speder schon vorgekommen. Mein Text hieß „Als Irmtraut Morgner starb“, ich stellte ihn am 7. Mai 2020 ins Netz. Und davor gab es „Walter Werner 90“, acht Jahre älter, auch da findet sich Isa Speder. Dann hat vermutlich Maxim Biller angerufen und die Nennung meines Namens wegen akuter DDR-Nostalgie verbieten lassen. Jetzt sucht mich die Maschine vergeblich, diese arme Maschine.


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